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Historische Tatsachen |
Wir wollen Sie nicht langweilen, vielleicht interessieren Sie ein paar historische Tatsachen über das Berufsschulwesen im Kreis Coesfeld:
(aus: Dagmar Gielisch: Zur Geschichte des Berufsschulwesens im Kreis Coesfeld, Coesfeld 1986)
Vorläufer des heutigen Berufskollegs ist die sogenannte Sonntagsschule, die ihren Namen dem sonntäglichen Unterricht verdankt. Die erste gewerbliche Sonntagsschule in Coesfeld entstand bereits 1838.
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich die Bezeichnung „Fortbildungsschule" neben dem Begriff „Sonntagsschule" durchzusetzen, aber erst um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden auch im Kreis Coesfeld kommunale Fortbildungsschulen mit Schulpflicht errichtet. Zwischen 1920 und 1936 wurden aus Fortbildungsschulen Berufsschulen, mit dem 1. April 1936 wurde der Kreis Coesfeld Schulträger der örtlichen Berufsschulen, 1937 hatte die Kreisberufsschule 2.060 Schülerinnen und Schüler. |
| Die kommunale Neugliederung des Landes NW brachte zum 1. Januar 1975 noch einmal einschneidende Veränderungen im berufsbildenden Schulwesen des Kreises. Und die letzte „große" Änderung liegt mit dem 1.8.1998 an der Schwelle zum 21. Jahrhundert: Wir sind jetzt Berufskolleg! | ![]() |
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Unser Namenspatron |
Oswald von Nell-Breuning, geb. am 8.3.1890, war nicht nur katholischer Theologe, sondern auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Jesuit und Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Darüberhinaus hatte er auch eine Professur an der Frankfurter Universität. Heute lebt Oswald von Nell-Breuning natürlich nicht mehr. Er ist am 21.8.1991 mit 101 Jahren verstorben.
| „Oswald von Nell-Breuning" als Name für ein Berufskolleg,
das schwerpunktmäßig kaufmännisch orientiert ist - ist
erklärlich:
Unser Namenspatron war von 1948 - 1965 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium für Wirtschaft und zahlreiche Veröffentlichungen sind den Fragen der Wirtschaftsethik, der Wirtschafts- und Sozialpolitik, dem Verhältnis von Arbeit und Kapital, der Bedeutung der Gewerkschaften, der Auseinandersetzung mit dem Marxismus, der Frage der Mitbestimmung sowie den Prinzipien der katholischen Soziallehre gewidmet. (nach Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden) Wollen Sie Beispiele? (Quelle: Canisius, Mitteilungen der Jesuiten, Heft 1, 1990) |
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Er hält die soziale Marktwirtschaft „doch nur für ein Durchgangsstadium. Sie bleibt nämlich, solange die von den Produktionsmitteln getrennten Arbeiterinnen und Arbeiter auf das Lohnarbeitsverhältnis verwiesen sind und sich damit dem Direktionsrecht des Betriebsleiters unterstellen müssen, kapitalistisch, allenfalls sozial temperiert. Das Unternehmen bleibt die Summe von Gegenständen, die den Kapitaleignern gehören, nicht ein Verband aller Personen, die sich für das Unternehmen engagieren. Eine solche Sicht ist aber gefordert, wenn man die Würde der Arbeit aufgrund der Würde der menschlichen Person als vorrangig gegenüber der Rentabilität des Kapitals einstuft."
Er hat sich „konsequent zugunsten der kollektiven Gegenmacht von Gewerkschaften, die er zugleich als Ordnungsfaktor versteht, eingesetzt, unter Einschluß des Streikrechts."
Er vertrat „die Überzeugung, es gehe in der Politik gerade darum, das ‘noch’ Unmögliche möglich zu machen."
„Arbeitet der Mench zuviel? ... Ein Tag in der Woche reicht aus" (gemeint ist Erwerbsarbeit!)
Seine Buchtitel lauten z.B. „Grundzüge der Börsenmoral" - „Arbeitet der Mensch zuviel?" -
„Den Kapitalismus umbiegen" - „Wirtschaft und Gesellschaft heute" usw. usw. ....
Übrigens:
„Als Professor war er freilich gefürchtet. Unbedarften und Halbwissenden gab er wenig Anlaß, auf Gnade zu hoffen." UND für die Deutsche Tagespost galt er als „Picasso der Nationalökonomie"
Reicht’s für den Anfang?
Wir denken, da haben wir auch eine Herausforderung!